Aktuelles
Landeswasserversorgung informiert am 15.06.2026 über geplante Trasse für das Energietransportkabel nach Dischingen
von Maiershofer
Die Landeswasserversorgung plant den Ausbau ihres Stromnetzes. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 15.06.2026 haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über den geplanten Trassenverlauf und den aktuellen Stand des Projekts zu informieren.
Stuttgart, 04.05.2026. Bereits im Juni 2025 hat die Landeswasserversorgung (LW) den Bürgermeistern der Stadt Giengen an der Brenz und der Gemeinden Bachhagel, Dischingen und Hermaringen ein Bauvorhaben vorgestellt: In den Jahren 2026 und 2027 wird die LW ein neues Energietransportkabel verlegen, das zwei Wasserwerke miteinander verbindet.
Inzwischen sind weitere Gespräche geführt und die geplante Trasse planerisch größtenteils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst worden. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung der Gemeinde Dischingen am 15.06.2026 wird das Projekt und der Planungsstand der Bevölkerung vorgestellt.
Aktuelle Trassenplanung
Die Anbindung des Vorpumpwerkes (VPW) in Burgberg an das Egauwasserwerk in Dischingen soll über eine ca. 20 km lange Trasse erfolgen. Das Energiekabel wird überwiegend auf öffentlichen Wegen verlaufen. Die aktuelle Trassenplanung beginnt am VPW Burgberg und führt zunächst nördlich von Burgberg um den Schlossberg und Hermaringen herum. Darüber hinaus kreuzt die Trasse die Bahnschienen, den Fluss Brenz, die B492 und erreicht den Weg unterhalb des Benzenbergs. Unter Beanspruchung größtenteils öffentlicher Straßen und Wege erreicht das Mittelspannungskabel die Landesgrenze von Baden-Württemberg nach Bayern, „Hochstraße“, und umgeht den Ort Bachhagel südlich. Entlang der L1082 erreicht das Mittelspannungskabel den Anschluss zur geplanten PV-Anlage, nachdem der Ort Ballmertshofen nördlich umgangen werden wird.
Das Energiekabel trägt in Zukunft zu einer größeren Versorgungssicherheit für den Zweckverband Wasserversorgung Egau-Gruppe und letztlich für das gesamte Verbandsgebiet der LW bei. Im Falle eines überregionalen, anhaltenden Ausfalls der Elektrizität (Blackout) könnte Strom aus dem Laufwasserkraftwerk in Leipheim bis nach Dischingen fließen, um die Pumpen weiter zu betreiben. Dafür ist die Erweiterung des bestehenden 20-Kilovolt-Netzes der LW bis nach Dischingen nötig. Gleichzeitig könnte die LW die Leitung bidirektional nutzen: Am Egauwasserwerk in Dischingen ist der Bau einer Solarstromanlage geplant, die eine elektrische Nennleistung von 1,8 Megawatt Peak hat. Die gewonnene Energie will die LW künftig auch für den Betrieb der Pumpen im Wasserwerk Burgberg nutzen.
Mit diesem Bauprojekt geht die LW einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung des ambitionierten Ziels, der erste Fernwasserversorger Deutschlands zu werden, der CO2-frei agiert. Bis 2030 will die LW den Strombedarf in Höhe von 70 Gigawattstunden für die eigenen Anlagen zur Gewinnung, Aufbereitung und Förderung von Wasser komplett aus regenerativen Energiequellen beziehen. Schon heute gewinnt die LW aus Turbinenstrom im Fernleitungsnetz 25 Prozent der genutzten Energie; die übrigen 75 Prozent sollen durch den Bau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen gedeckt werden.
Über die Landeswasserversorgung
Drei Millionen Menschen leben im Verteilungsgebiet der Landeswasserversorgung. Jährlich liefert die Landeswasserversorgung etwa 100 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an rund 250 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg – darunter Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Esslingen, Stuttgart, Ludwigsburg und Ulm – sowie an einige Gemeinden in Bayern. Das Trinkwasser entstammt den Grundwasservorkommen der Schwäbischen Alb in der Region zwischen Ulm und Heidenheim. Ein Teil des Wassers wird der Donau entnommen und im Wasserwerk Langenau in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser bester Qualität aufbereitet.
Ansprechpartner
Michael Simon
Pressesprecher
Tel.: 0711 2175-1327
Mobil: 0171 2178166
E-Mail: presse@lw-online.de
Schützenstraße 4 ∙ 70182 Stuttgart ∙ www.lw-online.de